Rassebeschreibung Britisch Kurzhaar

  1. Geschichte
  2. Aussehen
  3. Charakter


Geschichte

Die Britisch Kurzhaar enstand im 19. Jahrhundert durch gezielte Züchtung in Großbritannien. Ihre Ahnen sind vermutlich Katzen, die mit römischen Legionären auf die Insel kamen. Dort passten sie sich an das kältere Klima an und – weil in ihrem Genpool das Langhaargen ursprünglich wohl nicht vorkam – entwickelten einen gedrungeneren Körperbau und ein dichteres Fell. Deren Nachfahren bewohnen die britischen Inseln auch heute noch, während die BKH zur edlen Rassekatze avancierte. Kein Wunder, waren doch die Briten ohnehin die Ersten, die mit der Zucht von Katzenrassen begannen.

Auf Basis der “besseren” britischen Hauskatzen begann man Anfang des 19. Jahrhunderts, eigentlich schon etwas früher mit der gezielten Selektion.  Wieviel früher? Nun, bereits 936 n. Chr. gab es dort Gesetzestexte, welche die “Güte” einer Hauskatze definierten – unter anderem sollten sie ein makelloses Gebiss und einen geraden Schwanz aufweisen – allerdings machte das Mittelalter und die Katzenverfolgung auch vor den britischen Katzen nicht halt.  Bei der ersten Katzenausstellung dieser Welt – am 13.03.1871 in London – war die British Shorthair auf jeden Fall schon als Rasse vertreten. Blue (also einfärbig dunkelgrau) war schon damals die Modefarbe und ist es bis heute.

Die beiden Weltkriege setzten natürlich der gerade entstandenen Rasse massiv zu, sodass man nach 1945 gezwungen war, Perserkatzen zum Erhalt einer kräftigeren Statur einzukreuzen bzw. generell auf andere Rassen wie die ähnlich aussehende französische Chartreux und Hauskatzen zurückzugreifen. Ein Stöbern in Stammbäumen aus jener Zeit ist also ein höchst spannendes Unterfangen.
Durch dieses Vorgehen kam aber nicht nur das Langhaargen in den Genpool der BKH. Vielmehr befanden sich auch die Züchter der Chartreux in einer ähnlichen Situation und nutzten verstärkt Britisch Kurzhaar Deckkater… was dann im Laufe der Jahre zu einem immer ähnlicheren Aussehen beider Rassen führte. 1970 führte dies dazu, dass die FIFé sie schlichtweg als eine einzige Rasse weiterführte – international als British Shorthair, im deutschsprachigen Raum aber eher unter dem Namen Kartäuser bekannt.

Nur 7 Jahre später erkannte man den Fehler und machte die Rassen wieder eigenständig. Trotzdem galt es in den nachfolgenden Jahrzehnten, die Eigenheiten beider Rassen durch gezielte Zuchtwahl aus dem nun gemeinsamen Genpool herauszuzüchten.

Leider sorgt der Name “Kartäuser” bis heute für große Verwirrung bei katzensuchenden Menschen, bisweilen, so scheint es, auch bei Züchtern selbst. Denn eigentlich darf der Name nur noch für die echte Chartreux verwendet werden, jedoch ist bei genauere Nachfrage meist die British Shorthair in blue gemeint. (Uns allen bekannt aus einer ganz bestimmten Fernsehwerbung…)

Aber nicht nur in blue dürfen die “Briten”, wie sie liebevoll genannt werden, heute gezüchtet werden. Es sind beinahe alle genetisch möglichen Farbschläge anerkannt.

Aussehen

Die BKH ist eine mittelgroße bis große, kräftige Katze mit breiten Schultern und stämmigen Gließmaßen.
Ihr Kopf ist breit mit runden Wangen, die Nase gerade und kurz mit einem deutlichen Stop. Die Augen sind groß und rund, stehen wie die kleinen, runden Ohren weit auseinander und sind je nach Fellfarbe unterschiedlich coloriert. Bei Silbernen sind sie grün, bei Colourpoints blau, ansonsten kupferfarben.

Briten sind Katzen im Teddylook, die dem Kindchenschema perfekt entsprechen ohne jedoch in Extreme zu gehen.

Charakter

Briten sind anschmiegsame und meist ruhige Katzen. Allerdings gibt es durchaus auch richtige Energiebündel, so vielfältig wie die Farben ist manchmal auch das Wesen der Rasse.
Sie sind sehr selbstständig und manchmal sogar etwas reserviert. Hat man jedoch einmal ihr Herz erobert, besitzt man einen loyalen Freund. Meist wollen sie alle vier Beine am Boden behalten, sind jedoch trotzdem ideale Familienkatzen, die nicht agressiv werden und sich schnell anpassen können.

Colourpoints sind durch die Einkreuzung von Siamesen etwas aktiver als ihre vollfarbenen Verwandten. Dies gilt jedoch nur begrenzt, da durch zunehmende Vermischung von Zuchtlinien hier keine klare Unterscheidung mehr getroffen werden kann.

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