tierrechte
züchten oder nicht züchten
Samstag, Juni 13th, 2009 | zucht | Keine Kommentare
Kürzlich ist ein Youtube-Video von uns auf über 1800 Aufrufe hochgeschnellt… entweder weil gerade besonders viele Katzen Babies bekommen und das Video da einen kurzen Einblick gibt, vermutlich aber eher wegen einer darunter ablaufenden Diskussion.
Weil die Darstellung auf Youtube das Nachlesen nicht unbedingt einfach macht, hier eine Zusammenschrift:
@Gebärmaschine:
Kiki war zur Geburt über 3 Jahre alt. Es war ihr zweiter und letzter Wurf.
Möglich wären vermutlich 4 oder 5 Würfe in der selben Zeit gewesen… aber zu welchem Zweck sollte man das tun?@ungewollten Nachwuchs:
Alle 5 Liebhaberbabies in diesem Wurf wurden ob der besseren Heilung und um ungewollte Vermehrung von vornherein einzudämmen, bereits mit 10 Wochen kastriert.
Ein Baby wird – sofern es sich dementsprechend entwickelt – dafür sorgen, dass der Genpool der Rasse in einem anderen EU Land nicht zu eng wird und damit zum Erhalt und zur Verbesserung der Rasse beitragen.@Stammbäume:
Zeigen Sie mir (nur als eins von mehreren Beispielen) eine Hauskatze, deren Eltern und Großeltern bei einem Veterinärcardiologen für gesund befunden wurden. Das soll nicht heißen, dass Hauskatzen ohne solche Gesundheitstests weniger wert sind, aber der Wert eines Stammbaums liegt nicht im Papier und der Druckertinte.
Ich fürchte, Ihnen ist der Unterschied zwischen “züchten” und “Katzenbabies produzieren” nicht ganz klar.
mfgDanke für die Antwort!
Züchter ist für mich jeder, der Geld verdient, indem er den Nachwuchs seiner Tiere verkauft.
@Gebärmaschine: Sie sind eine lobenswerte Ausnahme, die meisten Züchter versuchen doch, das Äußerste aus ihren Tieren “herauszuholen”. Respekt, Kiki nur 2x zu beanspruchen, ist nobel von Ihnen!
@ungewollten Nachwuchs: Mein Kastra-Aufruf richtete sich an Halter von Hauskatzen, die leider oft zu verantwortungslos sind.@Stammbäume: ich weiß, dass es dabei um die Gesundheit geht. Aber so mancher, dem eine 08/15 Hauskatze zu schäbig wäre, will eine Rassekatze aus reinem Dünkel. Das unterstelle ich nicht Ihnen, aber es gibt solche Leute. Solange noch so viele Katzen im TH auf liebevolle Zuhause warten, sollte jeder echte Tierfreund sich dort ein Tier holen. Allesamt sind sie liebenswert, aber die bereits in Heimen lebenden Tiere haben Hilfe dringend nötig. Natürlich soll keine Rasse quasi „aussterben.Hihi… Geld verdienen, der war gut! :o)
Wenn man es ordentlich macht, muss man froh sein, wenn die Verluste nicht vierstellig werden.
Wobei… es stimmt schon… wenn man am Rücken der Tiere spart, kann man vermutlich kurze Zeit (bevor einem alle dahinscheiden) daran verdienen. Aber solche Geschäftemacherei hat mit Zucht (=gezielte Verpaarung von Tieren mit dem Sinn, die Rasse/Linie in eine bestimmte Richtung zu verbessern) gar nichts zu tun.Ich bemühe mich redlich, solche Leuten kein Tier zu geben, auch weil ich sie (lebenslanges Rückgaberecht!) dann sowieso bald wiedersehen würde, wenn die Fellfarbe nicht mehr zur Einrichtung passt etc.
Aber den Leuten, die von uns eine Rassekatze bekommen, geht es vorallem darum, dass das Baby gut sozialisiert ist. Dass es nie irgendwo außerhalb des Katzenklos hingemacht hat, dass es eine angemessene Zeit mit der Mama verbringen durfte. Und natürlich gesund ist. Das sind die “Luxusgüter”.Wie schon gesagt, ist Ihre Einstellung lobenswert und seriös, aber wie Sie auch einräumen, gibt es eben auch schwarze Schafe.
Die gute Sozialisierung in allen Ehren, ist es dennoch unfair, andere Tiere, die von Geburt an Pech hatten, dafür auch noch durch “Mißachtung” zu bestrafen. Ist nur meine pers. Meinung, ich biete lieber einer Problemkatze ein liebevolles Heim, als es mir leicht zu machen. Habe übr. so einen vernachlässigten Streuner aufgenommen & es nie bereut.selkirkrex
Wir haben auch einen Tierheimkater aufgenommen, der erst mit einem halben Jahr Menschen kennengelernt hat und fast blind (Katzenschnupfen) war.
Nur… wenn seriöse Zucht nicht unterstützt/gebilligt wird, woher glauben Sie dann, bekommen Menschen, die sich dies nicht antun möchten, eine nette, gesunde Katze? Leute, die vielleicht noch nicht die Erfahrung haben oder zu sensibel sind oder absolute Gesundheit möchten.
Von den Geschäftemachern, die das auch alles versprechen?Klar sollte man sich den Härtefällen nur widmen, wenn man es sich zutraut, aber GsD ist es ja nicht so, dass alle Katzen außer denen vom Züchter krank und schwierig wären, es gibt ja auch sehr nette und gesunde Tiere in den Heimen.
Gäbe es nur Züchter wie Sie, wäre die Welt schon ein besserer Ort, Sie handeln verantwortlich und nutzen die Tiere nicht aus. Das ist sicher unterstützenswert.
Vielen Dank f. den Austausch und Ihre vernünftigen Argumente, war ein Erkenntnisgewinn für mich!
Tierschutz und Tierrechte
Samstag, März 21st, 2009 | tierschutz | Keine Kommentare
Ein Re-post aus unserem alten, stillgelegtem Blog. Ursprünglich geschrieben am 20.12.2008. War mir einfach zu wahr um gänzlich gelöscht zu werden.
Eine Tierrechtsorganisation ist eine Organisation, die sich der Zuerkennung von gleichen Rechten für Tiere und Menschen verschrieben hat – und zwar vor dem Gesetz. Dies sind Organisationen mit einem politischen Ziel – einem Ziel, welches das Ende von Fischerei und Jagd, das Ende von lebensrettenden Tierversuchen und das Ende von Zucht/Vermehrung von Tieren für jedweden Zweck miteinschließt. (auch für Lebensmittel) Die Gelder, die diese Organisationen auftreiben, wandern direkt in politisches Lobbying und Propagandakampagnien um ihre Sache voranzutreiben – NICHT in Hilfe für heimatlose Tiere.
Sie lieben Heimtiere? Dann sagen Sie “NEIN!” zu Tierrechten!
Gefunden und übersetzt von http://www.diehl-cats.com/page11.html
… und gepostet, weil es einfach von Zeit zu Zeit gesagt gehört. Gerade, wenn die Spendenzeit ihren Höhepunkt erreicht hat und gerade, wenn auch politisch Tierschutzorganisationen und Tierrechtsorganisationen in einen Topf geworfen werden. Wo sie aber nicht hingehören.Als Erklärung vielleicht…
Rechtliche Gleichstellung würde bedeuten, dass die Haltung von Katzen, Hunden etc. nicht mehr erlaubt wäre, Kutscher und Reiter wären Sklavenhalter, die Tötung von fleischproduzierenden Tieren wäre Mord.
- Das klingt jetzt erstmal nur drastisch.Aber würde die Katze dann noch eine Maus fressen dürfen? Heute würde man als Tierquäler verurteilt, versuchte man eine Katze mit Getreide zu ernähren (und die Katze würde dabei ihr Leben lassen) aber genau so ein Mausverbot wäre in so einer gesetzlichen Regelung miteingeschlossen. Und wie erklärt man es den Katzen? Den Igeln, den Füchsen… den Karpfen Forellen?
- Das klingt dann etwas eigenartig.Wenn jegliche Tötung Mord ist, dürfte also jeder tollwütige Hund weiter herumlaufen, die sterbenskranke Katze dafür noch wochenlang weiter leiden und Tuberkulose, Psittakose etc. wären auch bei uns wieder eine allgegenwärtige Gefahr für die Menschen.
Tiere werden aber auch zur Herstellung von Impfstoffen oder in anderen medizinischen Bereichen genutzt. Masern, Mumps, Tollwut, Röteln, FSME, Schlangengifte… alles kein Problem? Darf man die Mücke töten, die einen mit Malaria infizieren wird?
Also eine speziesübergreifende Grenzziehung? Sprich, Schutz für Delfine und Co. weniger davon für sogenannte Schädlinge, Gefahrenquellen und unheilbar Leidende. Das “speziesübergreifend” hat es aber in sich… was ist jetzt mit Menschen, die im Koma liegen? Mit Menschen, die schwer geistig oder körperlich behindert sind?
- Das klingt dann nur noch gefährlich.
Und an alle anderen Leser: Bitte lasst eure Tiere kastrieren, bevor sie rollig werden, ihr erspart ihnen unnötiges Leid und helft die Katzenschwemme einzudämmen.