vetmed

daham…

Donnerstag, Oktober 7th, 2010 | reise, vetmed | 1 Kommentar

Die letzten 3 Monate habe ich – Besucher werden es vermutet haben – nicht wirklich als Katzenzüchter in Wien, sondern vielmehr als Fast-Tierarzt in den USA verbracht. Daher auch der plötzliche Einbruch in den Postings hier. Es schreibt sich schwer über Katzen, die sich in weiter Ferne (in tierärztlicher Obhut wohlgemerkt) befinden.

Welcome to Pullman - Washington State University

Ich hoffe aber – sobald das Jetlag sich bessert – dass in Zukunft wieder mehr Berichte und Kommentare diese Seiten füllen werden! Auch wenn es eines der besten Erlebnisse meines Lebens war – es ist schön, wieder “daham” zu sein.  Und ja – es geht uns allen gut, Laurie ist eventuell noch zu haben oder wird Jollito ersetzen – und der Rest der Bande ist riesengroß geworden. Etwas dick sogar… ;)

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gerade nochmal…

Montag, Mai 31st, 2010 | katzen, vetmed | 3 Kommentare

jolly

Während hier am Sonntag alle mit dem aufgebauten Fotoset beschäftigt waren, hat Jollito uns bzw. meiner Mutter, bei der er seit einigen Monaten mit viel mehr Familienanschluss wohnen darf, gezeigt, wie schnell es manchmal gehen kann. Wie schnell ein unachtsam liegengelassener Nähgarnfaden im Magen bzw. Darm einer Katze landet und wie schwierig dieser dann zu diagnostizieren und zu entfernen ist.

Nein, Entwarnung gibt es noch keine. Unser aller Liebling Jollito ist immer noch stationär aufgenommen, hängt immer noch am Tropf und darf noch nichts fressen. So ein Faden schneidet sich binnen kürzester Zeit durch die Darmschleimhaut, für Jollito kam die tierärztliche Entscheidung, am Sonntag keine Blutbefunde mehr abzuwarten, sondern gleich zu operieren, gerade noch rechtzeitig. Hätte sich der Faden durchgeschnitten, wir hätten wohl nicht mehr so viel Hoffnung.

UPDATE 02.06.2010 : Organprofile sind soweit in Ordnung, ausgenommen der CK-Wert, was auf einen massiven Zellzerfall hindeutet, da der Faden doch schon länger an der Schleimhaut gescheuert haben dürfte. Immerhin darf er wieder kleine Portionen Recovery fressen, ist aber nach wie vor stationär.

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hört hört!

Montag, Mai 3rd, 2010 | tierschutz, vetmed, zucht | Keine Kommentare

Vergangenen Freitag waren wir mit den L-Babies zur Hirnstammaudiometrie an der veterinärmedizinischen Universität. Dafür ist nur eine Mini-Narkose notwendig, welche die Babies auch im zarten Alter von 6 Wochen schon bestens vertragen.  Die Messung inklusive Einschlafen und Aufwachen dauert in etwa 20 Minuten pro Kätzchen. Dabei werden kleine Nadelelektroden unter die Kopfhaut geschoben und die Weiterleitung von bestimmten akustischen Signalen im Gehirn per Computer registriert.

Weiße Katzen haben von Natur aus ein erhöhtes Taubheitsrisiko. Mit nicht hörenden Katzen zu züchten oder solchen, die vermehrt taube Babies produzieren würde genaugenommen unter den Qualzuchtparagraphen fallen. Daher kann man sich gut vorstellen, dass ich nicht ganz un-nervös an die Sache heranging. Umso schöner ist es, berichten zu können, dass die L-Kätzchen an allen Ohrlis hörend sind!

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Zeit

Samstag, September 12th, 2009 | vetmed, website | Keine Kommentare

Momentan ist es hier sehr ruhig…

Einerseits weil es wirklich ruhig ist… Karayaka wird immer größer, Sweety hat brav abgespeckt und “die ruhige Dicke” gehört schon irgendwie zum Inventar, Tamino ist einer Fliege gegen eine Fensterscheibe nachgehüpft und hat sich dabei fast einen Eckzahn ausgebrochen… wenn er Pech hat, muss er deswegen nochmal zum Zahntierarzt, momentan sieht es aber gut aus. (Nur ein kleines Stückerl Schmelz fehlt, die Pulpahöhle ist nicht eröffnet.)

Andererseits befinde ich mich gerade mitten in den klinischen Rotationen und das lässt naturgemäß keinen großen zeitlichen Spielraum, insbesondere für hübsche Fotos, die ich hier normalerweise gerne zeigen würde.

Aber es wird wieder besser, versprochen!

Zahnpflege mit Virbac CET – beginner’s level

Sonntag, Juli 19th, 2009 | katzenfutter, vetmed | 5 Kommentare

Wie bereits angekündigt habe ich einen Zahnpflegeversuch mit der Zahnpasta von Virbac gestartet.

Natürlich, es gibt Greenies, es gibt spezielles Dental Futter… und es gibt letztlich ultraschallbetriebene Zahnstationen beim Tierarzt. Ersteres bringt nur leider nicht wahnsinnig viel, da Trockenfutter aus Prinzip keinen Abrieb abseits der Kauflächen verursachen kann; letzteres bringt zwar sehr viel, ist aber dennoch immer mit einer Narkose und einem längeren Tierarztbesuch verbunden.

Ach so, ja, es gibt noch rohes Fleisch… welches einem der Tierarzt nicht empfehlen kann oder darf, genausowenig wie das der Hausarzt könnte, obwohl dieser gar nie so genau gelernt hat, was sich alles in Fleisch verbergen kann. Und seit ich in einem Katzenbestand Todesfälle durch Salmonellen miterlebt habe, bin ich noch vorsichtiger geworden, was Empfehlungen in diese Richtung angeht. BARF ist – wenn man es richtig macht (unter penibelster Hygiene, korrekt berechnet und ergänzt) und die Tiere keine besonderen Anforderungen (starkes Immunsystem, keine Organleiden) haben, sicher eine Alternative zu Fertigfutter, aber damit noch lange nicht nicht uneingeschränkt empfehlenswert.

Zurück also zum
Virbac CET
(Dualenzymsystem aus Glucoseoxidase und Lactoperoxidase, Kaliumthiozyanat, Aroma)

Virbac C.E.T.

Erster Eindruck: Es stinkt. Irgendwie bekannt aber doch undefinierbar. Nach Fischsalat vielleicht?
Erste Feststellung: Keine meiner Katzen wird das Zeug freiwillig ablecken. Beschnuppern ja, aber mehr ist nicht drin. (Virbac sollte sich die Aromen der Lickittys besorgen!)
Zweite Feststellung: Ich kann meinen Katzen damit die Zähne putzen, wenn ich will, aber ich kann meinen Katzen auch Tabletten so groß wie Smarties eingeben, wenn ich will. Zählt also irgendwie nicht.
Erste Einsicht: Es könnte auf herkömmlichen Weg länger dauern bis zum “expert level”, dem kampflosen Putzen aller Zähne. Ich werde berichten.

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unkommentiert

Mittwoch, Juli 8th, 2009 | vetmed | Keine Kommentare

aus VetImpulse 15.Juni 2009aus VetImpulse 15.Juni 2009

Oder vielleicht doch… man hätte ja auch erwähnen können, dass auch so geimpfte Kater ganz normal potent wurden…

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Wasser und Katzen

Samstag, Mai 16th, 2009 | katzenfutter, vetmed | Keine Kommentare

Beim Großziehen des K-Wurfes kamen in Gesprächen mit den neuen Besitzern (weil gleich 3 zu sehr bemühten, interessierten Katzenneulingen ziehen) ein paar interessante Themen, auch Missverständnisse auf. Eines davon handelt vom idealen Getränk für Katzen bzw. der Frage, ob Katzen überhaupt so etwas brauchen.

Was für eine Frage, werden die meisten jetzt denken. Natürlich trinken Katzen, Wasser, Milch, Joghurt… meine liebe Kiki sogar schwarzen Kaffee und Flower tut alles für Tomatensuppe. Es geht also vielmehr um die Frage, ob Katzen – bei tiergerechter Ernährung – dies überhaupt benötigen.  Und wenn ja, in welcher Art und Weise.

Die Stammform der Katzen, die afrikanische Wildkatze (Falbkatze, felis silvestris libyca) lebt in Halbwüsten. So trocken wie auf dem Foto ist es dort aber nicht immer. Trotzdem sind die Halbwüstenbewohner an ein Leben in Trockenheit angepasst, konzentrieren sie etwa auch ihren Urin wesentlich stärker als andere Tiere. Aber auch ihre Lebensweise, ihre Fressverhalten ist angepasst, ja muss es sogar sein, wenn man nicht vorhersehen kann, wo der nächste Fluss und wann der nächste Regen ist.

Karoo - Falbkatzenumgebung

Wie diese Anpassung aussieht, lasse ich Mircea (Pfleiderer, Dr.) erklären:

Leyhausen und ich beobachteten eine wilde Schwarzfußkatze, die ihre einzige Wasserquelle nur etwa alle 3 Wochen aufsuchte. A. Sliwa, der Schwarzfußkatzen weiter im (etwas weniger trockenen) Norden im Raume Kimberley untersuchte, meinte auf Grund seiner sehr sorgfältigen telemetrischen Beobachtungen, die Tiere tränken überhaupt nicht. Auch in vielen von mir gefundenen Schwarzfußkatzenterritorien befand sich oft überhaupt kein flüssiges Wasser.
Entsprechend beobachtete ich, daß meine gefangenen Schwarzfußkatzen eine volle Wasserschüssel nach mehr oder weniger ausführlichen Beriechen, wie schlechtes Futter oder andere entsprechende Störfaktoren zuscharrten. Zwei adulte Schwarzfußkater (Leyhausens „Schwarzi“ und mein „Danie“) koteten mehrmals in die Wasserschüssel, was ich gelegentlich auch bei meinen Falbkatzen beobachtet habe.
Wenn man hingegen Schwarzfußkatzen beim Fressen zuschaut, sieht man, daß sie das ungewöhnliche Kunststück zuwegebringen, in hohem Tempo gleichzeitig  zu essen und zu trinken. Jeder Blut- und Fleischsafttropfen wird aufgeschlürft, bevor er im Sand verschwinden kann. Wenn ich Jock eine Schale mit Milch und einen Leckerbissen anbrachte, konnte er sich manchmal nicht entscheiden, was er zuerst verzehren sollte. Dann legte er beispielsweise seinen Quelea-Finken  in die volle Milchschüssel, die er dann ausleckte, während er zwischendurch einen Bissen Vogel nahm. Als ich ihm das Blut eines frisch geschlachteten Widders brachte, stürzte er wie wild heran und sich dann auch in die Schüssel und schlürfte einen breiten Graben durch das gerinnende Blut. Er hörte erst auf, als sein Bauch kugelrund war und sichtlich kein weiterer Tropfen mehr darin Platz hatte.

felis nigripes - Karoo Cat Research, 2009

Jetzt sind unsere Stubentiger aber keine Schwarzfußkatzen, nicht annähernd. Und dass Falbkatzen sehrwohl trinken (wie auch mitunter eine Wasserstelle als Reviermarke zum Koten und Urinabsetzen nutzen) kann ich mit eigenen Beobachtungen bestätigen. Selbst bei sehr naturnaher Fütterung mit ganzen Tieren.

Der springende Punkt ist aber: Katzen trinken nicht so, wie der Zoohandel es gerne hätte. Sie trinken mit dem Fressen, nicht neben dem Fressen. (Der zweigeteilte Napf ist aus Sicht der Katze also nicht wirklich sinnvoll… wer würde schon seine Jause neben ein potentielles Klo legen?)
Und sie trinken danach – an einer anderen Stelle. (Also den Wassernapf nicht unmittelbar beim Futter platzieren. Gerne auch mehrere Wasserstellen anbieten – zumal Katzen in Wohnungshaltung für gewöhnlich kein rohes Blut sondern recht trockenes Futter bekommen.)

Milch – ist ein Thema für sich. Zum einen stimmt es, dass die meisten Katzen keine Laktose vertragen, wenn sie es nicht vom Babyalter an regelmäßig gewohnt sind. Damit sind sie Menschen nichtmal unähnlich. Milch ist wässrige Nahrung, kein Getränk. Hat eine Katze wirklich Durst (etwa nach Leckerlis oder Trockenfutter) wird sie ihn mit Milch nur schlecht stillen können. Ansonsten ist gegen eine Portion hie und da aber nichts zu sagen. Gewässert oder bereits laktosereduziert – sofern es eben vertragen wird.

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mehr Wissen, mehr Sorgen?

Freitag, Mai 15th, 2009 | vetmed | 2 Kommentare

Ok, ich kann nicht behaupten, ich wäre nicht vorgewarnt worden. Je weiter sich das Veterinärmedizinstudium dem Ende nähert, je mehr man also weiß, was alles schief gehen kann, desto mehr Gespenster sieht man, desto weniger traut man seinem Hausverstand. Zumindest bei den eigenen Tieren, wo “nüchtern betrachten” schlicht unmöglich ist.

Die neueste Geschichte ist die bisherige Krönung dieser Entwicklung:
Kookamaus hatte als intraoperativen Nebenbefund eine mgr. vergrößerte Milz… was niemandem aufgefallen wäre, wenn man nicht mit 10 Wochen ihren Bauch von innen betrachtet hätte. Was auch keine Probleme machte, schließlich war und ist sie bei bester Gesundheit, verfressen und quietschlebendig. Aber nachdem es auch allerhand unschöne Gründe (sprich Gespenster) für so einen Befund gibt, wurde Kooka um jede Menge Blut erleichtert und einem Labor damit aus der Finanzkrise geholfen. :o)
Heute kam der Befund: Alles im Normbereich, FIV/FeLV neg., minimaler Coronatiter, Differentialblutbild, Antikörperelektrophorese, Leber, Niere usw.  Kooka ist “das gläserne Kitten” und ich kann wieder schlafen. Zumindest bis der nächste Fratz einmal schief guckt…

Tierarzttag

Samstag, Mai 9th, 2009 | vetmed | 2 Kommentare

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Kiki, Kenosha und Kooka Boo wurden heute kastriert, Kiki bekam auf meinen Wunsch auch die Zähne gemacht, wenn sie schonmal in Narkose liegt… ein bisserl Zahnstein hat eine Katze schließlich fast immer.

3 Stunden nach der ganzen Geschichte: Kiki liegt mit schwer beleidigtem Gesichtsausdruck  im Bett und will von der Welt erstmal nichts wissen. Und die Babies? Die durften bereits fressen und laufen sich nach… Kratzbaum rauf, Kratzbaum runter, Purzelbaum über der Fellmaus… es macht eben einen Unterschied wieviel man aus so einem Katzenbauch rausnimmt und wie schnell die Narkose verstoffwechselt wird. Die Babies sind in beiden Punkten klar im Vorteil.

Kiki hatte eine Ovarialzyste. Jetzt nicht mehr. Nadelöhr-OP beim BabyGrößenvergleich fällt eindeutiger aus als erwartet.Kooka Boo in NarkoseKiki in Narkose

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Frühkastration I

Montag, April 27th, 2009 | vetmed | 2 Kommentare

Aus VetImpulse 18/8, 15. April 2009

“Optimal sei eine Frühkastration schon mit vier Monaten, sagen britische Tierarzt- und Tierschutzverbände.”

“Ältere Kollegen kastrieren eher zu einem späteren Zeitpunkt. Womöglich weil während ihrer Ausbildung noch deutlich anderslautende Empfehlungen galten.”

Mehr Infos hier.

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